Was hat Martin Luther mit den Geschenken vom Christkind zu tun?

Seit dem Jahr 336 wird in Rom Weihnachten am 25.12. gefeiert. An diesem Tag gab es aber traditionell keine Geschenke.

Martin Luther und die Geschenke vom Christkind © Ursula Harper
© Ursula Harper

Die brachte der heilige Nikolaus schon am 6.12. Der Reformator Martin Luther hatte damit ein Problem, denn in der evangelischen Kirche gibt es keine Heiligenverehrung. Also kann Nikolaus auch keine Geschenke bringen. Aber als Vater von sechs Kindern wusste Luther:

Ein Fest mit Geschenken einfach so abzuschaffen, bedeutet traurige Kinderaugen. Da hatte er eine Idee. Christus ist ja geboren und ist das größte Geschenk Gottes an uns Menschen. Dann gehören die Geschenke zum Weihnachtsfest, und der „heilige Christ“ bringt sie.

Daraus wurde bald das Christkind, das die Gaben in die evangelischen Stuben brachte. Nikolaus ging weiter zu den Katholiken. Doch Christkind und Nikolaus scherten sich nicht lange um Konfessionsstreitigkeiten und gingen bald zu allen.

Mehr Infos zu den verschiedenen Weihnachtsbräuchen findet Ihr in folgendem Artikel: Schöne Bräuche zu Weihnachten.

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