Weihrauch

Weihrauch ist das Harz aus dem Olibanum-Baum, welches zum Räuchern im Gottesdienst verwendet wird.

In einer schwenkbaren Räucherpfanne (= Rauchfass) wird Harz auf glühende Kohle gelegt. Der aufsteigende Weihrauch ist ein Sinnbild für das zu Gott aufsteigende Gebet, dient zur Erhöhung der Feierlichkeit mancher Gottesdienste und zur Ehrung von heiligen Gegenständen sowie von Personen.

Bei der Hl. Messe wird zu Beginn der Altar beräuchert (inzensiert, von lat. incendere = verbrennen), danach der Weihrauch beiseite gestellt und vor der Verlesung des Evangeliums wieder geholt. Der Priester legt Weihrauch ein und inzensiert das Evangeliar.

Während der Verkündung des Evangeliums stehen die Weihrauch-Ministranten neben dem Ambo. Das Fass wird so geschwenkt, dass der Weihrauch dem Priester nicht in Augen und Nase geht. Danach wird der Weihrauch bis zum Beginn der Opferbereitung beiseite gestellt.

Nach der Gabenbereitung (vor dem Lavabo) werden die Gaben, der Zelebrant und die Gemeinde inzensiert. Zur Wandlung werden die heiligen Gaben bei ihrer Emporhebung inzensiert. Vor dem Vaterunser werden Weihrauchfass und Schiffchen in die Sakristei oder einen Nebenraum gebracht.

Weihrauch kann auch benutzt werden bei einer Eucharistischen Andacht bei der Aussetzung des Allerheiligsten und beim Eucharistischen Segen, beim Vespergottesdienst, bei verschiedenen Weihen und beim Begräbnis.

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