Warum fehlen im Jahr 1582 fast zwei Wochen?

Wissenswertes zum julianischen Kalender

Nach dem Julianischen Kalender fand Weihnachten viel zu spät statt, und auch die Heiligen hatten ihren Feiertag an der falschen Stelle. Das wollte Papst Gregor XIII. verbessern. Diese Idee hatten vor ihm schon andere, zum Beispiel der berühmte polnische Astronom Nikolaus Kopernikus, aber Gregor hatte als Papst auch die Macht, den Kalender zu ändern.

»Julianischer Kalender«
»Julianischer Kalender«

1579 beauftragte er den deutschen Jesuiten und Mathematiker Christophorus Clavius, sich etwas einfallen zu lassen.
Der rechnete einen schönen neuen Kalender aus, nahm dann alle hundert Jahre einen 29. Februar wieder weg und hatte so einen viel genaueren Kalender als der alte Römer Julius Caesar 1500 Jahre vorher.

Nur, was macht man mit den Tagen, die zu viel sind?

Ganz einfach: Im Jahr 1582 fielen einfach zehn Tage komplett aus. Wer am Donnerstag, dem 4. Oktober 1582, ins Bett ging, wachte am Freitag, dem 15. Oktober, auf.

Das passierte zuerst nur in den katholischen Ländern, die protestantischen und orthodoxen wollten sich schließlich vom Papst ihre Kalender nicht vorschreiben lassen. Doch mit der Zeit setzte sich der Gregorianische Kalender durch. Er war schließlich eine gute Idee und dazu noch genau.

Außerdem hörten die Kirchen, Gott sei Dank, auch langsam wieder auf sich zu streiten. Die orthodoxen Kirchen feiern aber bis heute nach dem Julianischen Kalender ihre Feste.

Daher ist Weihnachten in Russland immer noch am 7. Januar.

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