Verkündigung des Herrn

Auch "Mariä Verkündigung" am 25. März

Neun Monate vor dem 25. Dezember liegt, meist mitten in der Fastenzeit, ein Fest, das eigentlich zu Weihnachten gehört. Im Osten wird das Fest bereits seit der Mitte des 5. Jahrhunderts gefeiert. Dort wurde es „Verkündigung der Gottesgebärerin“ genannt.

Im Westen gab es auch im 5. Jahrhundert ein Gedächtnis der Verkündigung am Samstag vor Weihnachten. In Rom, wo das Weihnachtsfest entstand, wird es seit dem 7. Jahrhundert am 25. März gefeiert. Die „Verkündigung des Herrn“ wird von Lukas als Begegnung des Erzengels Gabriel mit der Jungfrau Maria geschildert.

Das Kind wird sie durch Herabkunft des Geistes Gottes empfangen. „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lukas 1,35). Maria wird als Jungfrau Mutter.

Der Engel redet Maria in besonderer Weise an. „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir“ (Lukas 1,28). Aus diesem Gruß des Engels ist das Ave Maria entwickelt, das den Rosenkranz prägt. Weil Maria im Mittelpunkt der Verkündigung des Engels steht, wird das Fest auch Mariä Verkündigung genannt.

Da das Fest in das Frühjahr fällt, gilt der Tag als günstig für die Saat und das Setzen von Bäumen. Das Vieh wird das erste Mal ausgetrieben. Fällt das Fest in die Karwoche oder die Osteroktav, wird es am Montag nach dem Weißen Sonntag nachgefeiert.

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