Wieso sind die Karwoche und Ostern der Höhepunkt des Kirchenjahres?


Karwoche & Ostern für Ministranten

© Ursula Harper

Als Jesus auf einem Esel in Jerusalem einzog, jubelten ihm die Menschen mit Palmzweigen zu. Viele hielten ihn für einen Wundertäter, manche für den Messias oder einen Propheten. Begeistert riefen sie: „Hosanna dem Sohne Davids“, während die Römer misstrauisch nach ihm schauten. Nichts konnten sie weniger gebrauchen als einen Unruhestifter. Mit der Erinnerung an diesen grandiosen Einzug beginnt die Karwoche. Der Palmsonntagsgottesdienst setzt mit der Palmweihe und einer Prozession ein. Am Ende der Fastenzeit bricht Freude aus. Doch die währt nur kurz. Im gleichen Gottesdienst wird aus dem Evangelium gelesen, wie es weitergeht: mit der Passion Jesu, also seinem Leiden und Sterben am Kreuz.

Buch - Mit Kreuz und WeihrauchfassAm Karfreitag hören wir die Passion wieder. Es ist ein ganz anderer Tag als der frohe Palmsonntag; es ist ein Tag der Trauer. Doch diese Trauer ist nicht der Schlusspunkt, denn das wichtigste Fest der Christen beginnt genau dort, wo alles scheinbar zu Ende ist. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Christus steht von den Toten auf, und wir feiern Ostern! Zu Ostern feiern wir, was wir glauben: dass der Tod kein Schlusspunkt ist. Auf den schrecklichen Tod Jesu am Kreuz folgt die Auferstehung von den Toten, auf Karfreitag folgt Ostern. Dieser Glaube verlangt uns einiges ab. Wie können wir denjenigen vertrauen, die uns von Jesu Auferstehung berichten? Wie soll das überhaupt gehen, ein Leben nach dem Tod? Schön wäre ein schlüssiger Beweis. Aber den gibt es nicht. Wir können nur darauf vertrauen, dass die Jünger sich nicht getäuscht haben. Sie waren sich sehr sicher, denn immerhin waren sie bereit, für ihren Glauben ihr Leben einzusetzen. Der Osterglaube fordert uns heraus – ein ganzes Leben lang.

Weitere Infos zur Karwoche findet Ihr in folgendem Artikel: Allgemeines zur Karwoche.

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