Tipps & Tricks für Ministranten


Mit diesem Beitrag möchten wir Euch einige wertvolle Tipps mit an die Hand geben, wir ihr noch besser ministrieren könnt:

Wie geht´s richtig? – Profi-Tipps zu Kreuz und Kerzen

Das Kreuz trägt im Idealfall der oder die Größte unter den Ministranten, zumindest aber auf jeden Fall jemand, der von seiner Körpergröße und -kraft her im Stand ist, das Kreuz gut sichtbar in die Höhe zu halten, es beim Durchgehen durch die Sakristei- oder Kirchentür gegebenenfalls zu kippen und ansonsten aufrecht zu tragen und gerade zu halten. Die Seite des Kreuzes mit der Darstellung Christi weist immer nach vorn.
Die Zeroferare, also die beiden Ministranten, die Kleine Fibel LiturgieLeuchter mit Kerzen tragen, gehen neben dem Kreuz. Sie tragen die Leuchter entweder mit beiden Händen vor ihrem Körper oder nur mit der jeweils äußeren Hand neben dem Körper. Kreuz- und Kerzenträger machen weder eine Kniebeuge noch eine Verneigung. Das hat zum einen den ganz praktischen Grund, dass sich niemand selbst „abfackelt“, zum anderen aber sind sie gewissermaßen ganz „Kreuz“ bzw. ganz „Kerze“. Sie halten in entsprechendem Abstand vor dem Altar an oder stellen sich an einen anderen passenden Platz, sodass die anderen Einziehenden gut Platz haben zur Kniebeuge. Nachdem die anderen gemeinsam die Kniebeuge gemacht haben, stellt der Kruzifer das Kreuz in eine Halterung. Die Kerzen werden daneben abgestellt. Wenn ein anderes großes Kreuz im Altarraum steht, wird das Vortragekreuz in die Sakristei gebracht und – falls sie nicht an einem anderen Platz liturgisch sinnvoll abgestellt werden können – auch die Kerzenleuchter.

Welche Tricks gibt es beim Weihrauch?

Das Schiffchen ist der Weihrauchbehälter mit einem kleinen Löffelchen, um den Weihrauch auf die glühende Kohle zu legen. Die steckt natürlich im Weihrauchfass. Für die Bedienung gibt es in jeder Gemeinde unterschiedliche Bräuche. Lass dir zeigen, wie es bei Euch gemacht wird. Es gibt ein paar Tricks, die überall funktionieren, wenn du nicht allzu oft putzen willst.

  • Weihrauchfass - Tipps & Tricks für MinistrantenLass den Deckel des Weihrauchfasses immer ein wenig offen, sonst setzt sich zu viel Schmiere am Metall ab.
  • Warte nicht zu lange, bis du die Kohle aus dem Weihrauchfass herausnimmst, sonst hast du eine ziemlich verklebte Masse im Fass. Und pass auf: So ein Weihrauchfass kann innen und außen ganz schön heiß werden!
  • Weihrauch ist nicht ganz ungefährlich! Glühende Kohle wird bis zu 800 °C heiß. Die Asche, die sich rund um die Kohle bildet, hat immer noch 300 – 400 °C. Lass also Sorgfalt und Vorsicht walten, um Gewänder und Einrichtungsgegenstände nicht zu beschädigen. Weihrauchkessel werden niemals nur so verwendet, sondern haben immer einen herausnehmbaren Einsatz.
  • Weihrauchfässer muss man putzen! Mit der Zeit verstopfen sich die Löcher, durch die die Luft strömen soll. Dann zieht das Fass schlecht. Diese Teerrückstände im Weihrauchfass können mit Waschbenzin behandelt werden. Man kann das Weihrauchfass auch für einige Tage in ein Petroleumbad legen und dann mit einer feinen Bürste abschrubben. Oder in einem nicht mehr in der Küche verwendeten Topf in Wasser versetzt mit Kristallsoda auskochen. Zerlege bitte bei allen diesen Methoden den Kessel. Den Ketten tut keine dieser Behandlungen gut! Verwende bei der Reinigung niemals scharfkantige Gegenstände wie Schraubenzieher oder Messer, damit du den Kessel nicht zerkratzt. Wenn die Teerrückstände genug eingeweicht sind, genügt ein Abreiben mit Bürste und Lappen, allenfalls noch mit einem kantenfreien kleinen Holzstab. Achte darauf, dass feine Verzierungen nicht durch zu kräftiges Reiben brechen oder verformt werden.
  • Reinige den Einsatz des Weihrauchkessels nach jedem Gebrauch! Du kannst die Kohlen mit den Weihrauchresten in eine Sandschale legen und im Kirchenraum ausglühen lassen, z. B. vor dem Altar. Löschen mit Wasser ist nicht angebracht bzw. nur im Notfall – es bringt den Kesseleinsatz schneller zum Rosten. Kratze auf jeden Fall die verschmolzenen Weihrauchreste aus dem Einsatz. Dazu kannst du einen Schraubenzieher oder eine Drahtbürste verwenden.
  • Kohlen trocken lagern! Nur dann ist gewährleistet, dass sie schnell zünden und nicht zerbröseln. Wenn eure Sakristei zu feucht ist, dann lagert dort nur die angebrochene Rolle in einer Plastikdose und sucht für den Rest eures Vorrats einen anderen Ort.
  • Kohlen so in den Einsatz legen, dass sie wie eine Schale daliegen! Weihrauchkohlen sind gewölbt und haben einen Rand, damit die Weihrauchkörner gut drauf liegen bleiben. Wer sie verkehrt einlegt, wird Schwierigkeiten damit haben.
  • Verwende gleichzeitig nur EINE Sorte Weihrauch! Es gibt verschiedene Weihrauchsorten. In manchen Geschäften kannst du kleine Säckchen mit Weihrauch kaufen. So könnt ihr ausprobieren, welche Sorten euch zusagen. Viel an der Auswahl ist persönlicher Geschmack. Es gibt ganz eindeutig Sorten, auf die z. B. mehr Leute husten müssen oder bei denen mehr Leuten schlecht wird als bei anderen Sorten. Experimentiert damit und entdeckt, welche Gerüche zu welchen Feiern passen. Es muss nicht zum Begräbnis der gleiche Weihrauch verwendet werden wie zum Osterhochamt oder zur Anbetung. Verschiedene Sorten beim gleichen Einsatz zu mischen, empfiehlt sich nicht.
  • Kratze die Kohle ab, bevor neuer Weihrauch eingelegt wird! Beim Verglühen der Kohle bildet sich eine weiße Ascheschicht auf der Kohle. Diese Schicht ist wie eine Schutzhülle, die dafür sorgt, dass die Kohle nicht zu schnell verglüht. Ruht der Weihrauchkessel, so ist diese Schicht also erwünscht. Kommt der Weihrauch aber zum Einsatz, so ist es wichtig, dass die Körner auf der Kohle verglühen. Deshalb ist es gut, wenn du vor dem Nachlegen die Asche wegkratzt.

Aufrechte Haltung

Aufrecht Gehen, gerades Stehen, aber auch Knien und Sitzen kann man mit einem Buch auf dem Kopf gut üben. Wir merken im Alltag ja oft gar nicht, wie krumm und schief wir sitzen oder stehen. Probiert es aus – ihr habt sicher eine Menge zu lachen! Eine andere Variante, die aber noch schwieriger ist: Ein Zuckerstück wird auf den Kopf gelegt. Gegessen werden darf es erst dann, wenn man eine Kniebeuge geschafft hat, bei der das Zuckerstück nicht abgestürzt ist!

Mehr zu den verschiedenen Haltungen erfährst du hier: Haltungen im Gottesdienst.

Quellen: