Haltungen (Gebärden) im Gottesdienst

Auf dieser Seite erklären wir euch ausführlich die verschiedenen Haltungen (Gebärden) im Gottesdienst und wie diese korrekt zur verrichten sind:

  1. Knien
  2. Stehen – Haltungen und Gebärden im Gottesdienst
    © Andrzej Estko / Fotolia
  3. Kniebeuge
  4. Niederwerfen
  5. Verbeugung
  6. Sitzen
  7. Stehen
  8. Schreiten
  9. Liturgischer Kuß
  10. Kreuzzeichen
  11. Brustklopfen
  12. Händefalten
  13. Augen

Bist du schon einmal vor Freude hochgesprungen und hast in die Hände geklatscht? Oder hast vor Freude jemand anderen, vielleicht deine Eltern, umarmt? Manchmal freuen wir uns so, dass wir diese Freude auch mit unserem Körper, durch eine Bewegung oder eine Geste, ausdrücken.

Umgekehrt gilt das aber natürlich auch: Wenn jemand traurig ist, sieht man das, vielleicht am Gesicht, vielleicht weil er die Schultern oder den Kopf hängen lasst, die Schritte müde und schlurfend sind o. ä.

Durch unsere Körperhaltung und durch Gesten drücken wir unbewusst Angst und Freude, Zuneigung und Abwehr, Ehrfurcht oder Geringschätzung aus. Du kannst das auch einfach ausprobieren. Nimm die Körperhaltung von jemandem ein, der trauert bzw. der sich freut. Man trauert und man lacht nicht nur mit dem Gesicht – man trauert oder lacht immer vom Scheitel bis zur kleinen Zehe!

»Kleine Fibel Liturgie« bei Vivat!Auch im Gottesdienst nehmen wir verschiedene Haltungen ein: Wir sitzen, stehen und knien, machen das Kreuzzeichen oder die Kniebeuge. Das gilt für jeden Menschen, der in die Kirche kommt und mitmacht. Das gilt aber ganz besonders für uns Ministranten.

Vieles von dem, was unsere Bewegungen im Gottesdienst ausdrücken, können wir erahnen, wenn wir die Bewegungen ganz bewusst machen. Diese Haltungen bewusst einzunehmen, hat auch eine Rückwirkung auf unser Inneres. Unsere Körperhaltung und unsere Gebärden können uns also helfen, nicht nur andächtig und konzentriert zu wirken, sondern es auch zu sein.

Aufrecht gehen, gerades Stehen, aber auch Knien und Sitzen kann man mit einem Buch auf dem Kopf gut üben. Wir merken im Alltag ja oft gar nicht, wie krumm und schief wir sitzen oder stehen.

1. Knien

In der Liturgie unterscheiden wir das "normale" Knien während der verschiedenen Teile der heiligen Messe von den Kniebeugen, die während des Altardienstes bzw. beim Betreten und Verlassen der Kirche sowie des Vorbeigehens am Tabernakel gemacht werden.

In der heiligen Messe wird während des Hochgebetes (Kanon) gekniet sowie zum "Herr ich bin nicht würdig…" vor der Kommunionausteilung. Beim Credo knien alle zum "hat Fleisch angenommen …" (bzw. zu "et incarnatus est …") am Hochfest der Verkündigung des Herrn und an Weihnachten nieder.

Haltungen für Ministranten im Gottesdienst
© Ursula Harper

Wie kniet man richtig?

Zum Knien komme ich, indem ich aus der Kniebeuge nicht aufstehe, sondern das zweite Bein, nämlich das linke, auch nach hinten ziehe. Nicht mehr meine Füße tragen mein Gewicht, sondern meine Knie. Mein Rücken bleibt dabei immer gerade. Aus dem Knien aufstehen geht genau umgekehrt: zuerst zurück in die Kniebeuge, dann erst aufstehen.
Richtig gekniet wird also mit beiden Knien (zuerst mit dem rechten, dann mit dem linken Bein).

Bedeutung:

Vor keinem Menschen knie ich mich hin – nur vor Gott knie ich! Im Knien bringe ich zum Ausdruck, wie klein ich bin. Weil Gott mich trotzdem liebt, krümme ich meinen Rücken nicht, sondern knie gerade vor ihm: Ich bin sein geliebtes Kind. Ich will zu ihm aufschauen. Wenn ich wieder aufstehe, dann deshalb, weil Gott es ist, der mich groß macht und mich erhebt!

Der Mensch soll also durch das Knien seine Kleinheit und Niedrigkeit vor Gott am vollkommensten zum Ausdruck bringen. Beim Knien wird sich der Mensch seiner eigenen Hilfsbedürftigkeit und Unzulänglichkeit vor Gott bewusst. Das Knien verkörpert außerdem sinnfällig die innere Bußgesinnung und das reumütige Schuldbewusstsein. Mit der Gebärde des Knien bittet und dankt man Gott von ganzem Herzen.

Historisches:

Das Knien ist eine liturgische Gebärde, die erst spät in der aufgekommen ist. Sie hat in den Riten der römisch-katholischen Kirche im ausgehenden Mittelalter, zum Teil erst im 16. Jahrhundert, Einzug gehalten und erfuhr ihre endgültige, allgemein verpflichtende Festsetzung durch das Missale von Pius V.

In den ersten Jahrhunderten wurde beim Gottesdienst nur gestanden, was heute noch in der Liturgie der Ostkirche der Fall ist, die das Knien bzw. die Kniebeuge in ihren Riten überhaupt nicht kennt.

Das Knien kam wahrscheinlich durch das mönchische Chorgebet im Mittelalter auf, bei dem diese knieten. Dies hatte dann die Errichtung von Kirchenbänken zur Folge, in denen die Gläubigen während der Messe knien konnten. Allerdings findet die Gebärde des Kniens schon ihr Vorbild bei Jesus selbst, der im Garten Gethsemane kniend zu seinem Vater betet (vgl. Lk 22,41).

2. Kniebeuge

Bei der Kniebeuge unterscheidet man zwei verschiedene, nämlich in die einfache Kniebeuge (genuflexio) und die Doppelkniebeuge (prostratio). Erstere macht man jeweils immer beim Betreten und Verlassen der Kirche, beim Vorbeigehen am Tabernakel, bei gewissen Worten (zum Credo bei "hat Fleisch angenommen …" am Hochfest der Verkündigung des Herrn und Weihnachten) als Ausdruck einer besonderen Anbetung oder vor gewissen Gegenständen (z.B. einer öffentlich ausgestellten Reliquie des Herrn).

Im Gottesdienst gilt die Regel (insbesondere in Kirchen, wo das Tabernakel nicht mehr in der Mitte steht), dass während der heiligen Messe der Altar wichtiger ist als der Tabernakel. Dies hat zur Folge, dass man als Messdiener keine Kniebeuge zum Tabernakel macht, sondern eine Verneigung zum Altar (nach der Wandlung und die ganze Zeit, während das Allerheiligste auf dem Altar ist, macht man sinnvollerweise eine Kniebeuge).

Denn dieser ist Symbol für Christus und die Feier der Eucharistie hat in diesem Moment den Vorrang vor den konsekrierten Hostien im Tabernakel. Von der feierlichen Verehrung in der Karfreitagsliturgie an bis zum Beginn der Osternachtfeier ist vor dem Kreuz beim Vorbeigehen eine Kniebeuge zu machen. Die Doppelkniebeuge hingegen macht man stets vor dem ausgesetzten Allerheiligsten.

Wie macht man die einfache Kniebeuge (genuflexio)?

Die einfache Kniebeuge wird immer mit dem rechten Knie (welches vor der linken Hacke den Boden berührt) vollzogen, wobei der Oberkörper in gerader Haltung bleibt. Die Kniebeuge vor den kirchlichen Würdenträgern (Papst, Kardinäle, Bischöfe usw.) bzw. vor einem einfachen Priester stellte früher eine Ausnahme dar und wurde mit dem linken Knie vollzogen.

Wie macht man die doppelte Kniebeuge (prostratio)?

Diese Art der Kniebeuge wird gemacht, indem man sich zuerst mit dem rechten und dann mit dem linken Bein hinkniet. Zudem ist sie immer mit einer tiefen Verneigung des Körpers verbunden.

Bedeutung:

Ich beuge meine Knie vor dir. Ich mache mich vor dir klein.

3. Niederwerfen

Das Niederwerfen bzw. Liegen (prostratio perfecta) kann man als die stärkste und demütigste Gebärde in der heiligen Liturgie bezeichnen.

Die Gebärde des Liegens ist bei der Karfreitagsliturgie und während der Allerheiligenlitanei, die bei den Weihen, bei der Segnung eines Abtes/Äbtissin und bei der Einkleidung einer Nonne (früher auch bei der Salbung eines Königs/Königin) gebetet wird, vorgesehen. Früher wurde sie in der Liturgie auch noch am Karsamstag sowie am Samstag vor Pfingsten vollzogen.

Wie vollzieht man die Gebärde des Liegens?

Man wirft sich mit dem Körper in ganzer Länge auf den Boden, indem das Gesicht nach unten gekehrt ist und die Arme nach den Seiten ausgebreitet sind.

Bedeutung:

Das Niederwerfen soll eine Ganzhingabe des Menschen in tiefdemütiger Ergebenheit an Gott symbolisieren und bringt genauso wie das Knien das Schuldbewusstsein des Menschen, sowie dessen Unwürdigkeit und Ohnmacht zum Ausdruck. Außerdem verkörpert diese Haltung die Inständigkeit und Dringlichkeit der vorgetragenen Bitten und ist besonders am Karfreitag das vollkommenste Zeichen für Trauer und Buße.

Historisches:

Die gemäßigte Form des Niederwerfens besteht im Niederknien mit gleichzeitiger tiefer Verneigung des Oberkörpers, indem die Stirn den Boden berührt oder der zu verehrenden Persönlichkeit der Fuß geküsst wird, womit man in der Antike höchste Ehrfurcht sowie Anbetung ausdrückte. Dies hat sich bis heute in den Kirchen des Orients erhalten.

Zudem findet man das Niederwerfen an verschiedenen Stellen des Neuen Testaments im Bezug auf Jesus wieder (vgl. Lk 5,12; Mk 14,35; Mt 8,2; Mt 28,17). Diese Gebärde ist weiterhin äußeres Zeichen der Anbetung Jahwes und dessen Huldigung, die früher den Göttern und göttlich verehrten Herrschern erwiesen wurde.

4. Verbeugung

Stehen – Haltungen und Gebärden im Gottesdienst
© Ursula Harper
Die Verbeugung wird unterschieden in die des Hauptes und jener des Körpers. Erstere wird dann nochmals unterteilt in eine leichte, mittlere und tiefe Verneigung des Hauptes, zweitere in eine mittlere (der Brust) und eine tiefe Körperverbeugung (des gesamten Oberkörpers).

Die Verbeugung findet sich auch in den Riten der Ostkirche. Allerdings kennt man dort die Verneigung des Kopfes nicht. Sie besteht da immer in einer Verbeugung des ganzen Oberkörpers, wobei der Priester mit der rechten Hand den Boden berührt.

In der Liturgie grüßt der Messdiener den Priester bei allen Handreichungen (z.B. jeweils vor und nach der Handreichung zur Händewaschung (Lavabo)), sowie beim Beweihräuchern (Inzensieren) und bei jeder neuen Begegnung mittels einer leichten Verneigung. Neben dieser gibt es noch eine tiefe Verneigung des Hauptes.

Diese ist Ausdruck der Anbetung und erfolgt jeweils zum "Gloria Patri", bei Reliquien und Bildern des Herrn, sowie vor dem Altar oder dem Kreuz und kann als Ersatz für die Kniebeuge dienen. Die tiefe Verneigung ist zudem ein Zeichen der religiösen Verehrung und wird traditionell auch vor öffentlich ausgesetzten Heiligenbildern und Reliquien vollzogen.

Wie macht man die tiefe Verbeugung?

Diese wird gemacht, indem der Oberkörper so tief nach vorne gebeugt wird, dass die Fingerspitzen bei ausgestreckten Armen bis an die Knie reichen (also quasi im 90° Winkel).

Bedeutung:

Ich verneige mich vor dir. Dich verehre ich.

Auch die Verbeugung ist, ähnlich wie das Knien ein Zeichen der Demut, zum einen der Anbetung und der religiösen Verehrung, zum anderen drückt sie Ehrenbezeugung gegenüber geweihten und heiligen Personen aus.

5. Sitzen

Das Sitzen ist eine liturgische Gebärde, die vor allem ein Zeichen des aufmerksamen Zuhörens der Gemeinde und Zeichen der Autorität des Priesters ist.

Wie sitzt man richtig?

Ich sitze aufrecht. Die Beine stehen nebeneinander am Boden, der Rücken ist gerade. Die Hände liegen locker in gleicher Höhe flach auf den Knien.

Bedeutung:

Das Sitzen ist die Haltung des Zuhörens, aber auch des Nachdenkens und Überlegens. Früher durften nur Priester und Bischöfe sitzen. Erst als die Predigt eine größere Bedeutung im Gottesdienst bekam, wurden die Kirchen mit Bänken ausgestattet.

Der Gläubige bringt durch das Sitzen dem Leiter einer Versammlung Respekt entgegen, der jener, ähnlich wie der Lehrer auf dem Lehrstuhl oder der Richter auf seinem Richterstuhl, vorsitzt.

Historisches:

Der Bischof leitet den Gottesdienst zusammen mit dem Presbyterium im Sitzen von seiner Kathedra aus. Der Vorsitz im Gottesdienst wurde lange Zeit vom bischöflichen Leiter nur in dieser Form ausgeübt. Im Zuge der Liturgiereform nach dem 2. Vatikanischen Konzil wurde diese Haltung neu belebt und auch auf den Priester ausgedehnt, für den es einen Priestersitz gibt.

Die Predigt des Bischofs erfolgte auf ähnliche Weise im Sitzen vom Predigtstuhl aus. Das Sitzen ist außerdem jene Haltung, wo der Gläubige das Wort Gottes aktiv zuhörend in sich aufnimmt (bspw. beim Gesang der Psalmen).

Als diese Haltung wird sie schon früh bei der Predigt in der Benediktusregel oder bei der Lesung in der Vigil bezeugt. Im Mittelalter und der Neuzeit führten die großen Chorkompositionen zum Sitzen während des Chorgesanges, was die Entstehung der Sedilien zur Folge hatte. Die Gebärde des Sitzens hat nichts mit den Trauergesten des antiken Orients zu tun hat, die in Psalm 137,1 und in den Klageliedern des Jeremia gemeint sind.

Im Gottesdienst sitzt das Volk während der Lesungen, der sich anschließenden Gesänge und der Predigt.

Im Stundengebet wird beim Beten der Psalmen gesessen. Die Gebärde des Sitzens ist dem Geistlichen auf dem richterlichen Stuhl der Rekonziliation und der Lossprechung im Bußsakrament (Beichtstuhl) vorgeschrieben.

Der Bischof darf bei der Weihe der heiligen Öle am Gründonnerstag, der Spendung der Firmung, der Erteilung der Weihen, der Vornahme einer Abts- und Äbtissininsegnung, der Einkleidung einer Nonne und schließlich bei der Salbung eines Königs sitzen.

6. Stehen

Das Stehen gilt als die eigentliche liturgische Grundhaltung und wird schon seit alters her als solche verstanden.

Wie stehe ich richtig?

Ich stehe vor Gott. Ich stehe nicht einfach irgendwie herum, weil ich gerade nichts Besseres zu tun habe. Ich lehne mich nicht an die Wand oder den Altar, damit es bequemer ist. Ich stehe aufrecht, so als wäre ich am Scheitel mit einem unsichtbaren Faden nach oben gezogen. Ich stehe so, dass ich jederzeit losgehen könnte.

Die Füße sind beim Stehen leicht nach außen gedreht und liegen eng beieinander. Der Körper hingegen ist von der Wirbelsäule sowie Schultern bis hin zum Scheitel in aufrechter Position und ist durch eine beherrschte Haltung gekennzeichnet. Die Hände sind dabei gefaltet (siehe Hände falten).

Bedeutung:

Stehen bedeutet: Ich bin bereit! Wer steht, der kann sofort losgehen, wenn er einen Auftrag empfängt. Ich stehe vor Gott – so groß oder so klein, wie ich eben bin – ganz aufrecht. So mache ich die Größe und Würde sichtbar, die Gott uns Menschen geschenkt hat.

Die Gebärde des Stehens ist zudem Ausdruck des königlichen Priestertums der Gläubigen sowie der Freiheit der Kinder Gottes. Sie ist auch Zeichen der Achtung vor Gott. Das Stehen geht auf Christus selbst zurück, denn in Mk 11,25 heißt es: "und wenn ihr euch hinstellt, um zu beten…". Nach dem heiligen Johannes Chrysostomos ist das Stehen der Brüder und Schwestern vor dem himmlischen Vater "die würdigste aller liturgischen Handlungen".

Die Gebärde des Stehens kennzeichnet symbolisch den Liturgen als den amtlichen Mittler zwischen Gott und dem gläubigen Volk. So werden die stehend durch ihn vollzogenen Verrichtungen als mittlerisches Tun und seine stehend gesprochenen Gebete als mittlerisches Gebet gekennzeichnet.

In der Liturgie werden der Einzug des Priesters, das Kyrie, das Gloria, das Kirchengebet, das Alleluja, das Evangelium, das Credo, die Präfation, das Sanctus, das Vaterunser (nach der Wandlung), das Agnus Dei, die Postcommunio (nach dem Kommunionempfang) und das von der Gemeinde stehend verrichtet. Des Weiteren wird zur Tauferneuerung, zum Magnificat, zum Te Deum und schließlich auch zum Asperges gestanden.

Historisches:

Sie war schon bereits im Altertum die Haltung des Opfernden und war in den ersten christlichen Jahrhunderten die gewöhnliche Gebetshaltung. So war an den Sonntagen der Osterzeit, sowie bei der Eucharistie das Knien verboten (wurde auf dem Konzil von Nizzäa im Jahre 325 beschlossen).

Während sich in der lateinischen Kirche im Laufe der Jahrhunderte auch noch andere Gebärden wie das Sitzen und das Knien stark etabliert haben, kennt die Ostkirche fast ausschließlich das Stehen als Haltung in der Liturgie.

In der östlichen Liturgie gibt es die Gebetsaufforderung des Diakons zum Stehen, ähnlich wie auch die Aufforderung zum Aufstehen bei den Fürbitten am Karfreitag. Der Mensch ist einzig unter allen Geschöpfen durch seine aufrechte Haltung ausgezeichnet und verkörpert in dieser Haltung den freien und erlösten Menschen, denn Gott hat den Menschen in Jesus Christus aus Schuld und Sünde wieder aufgerichtet (vgl. Gal 4,7; 5,1).

7. Schreiten

Schreiten – Haltungen und Gebärden im Gottesdienst
© Carsten Steps / Fotolia
Das Laufen bzw. Gehen ist eine typische menschliche Grundform der Bewegung. In der Liturgie wird diese natürliche Bewegung zum Schreiten formalisiert, indem sie den ganzen Körper, besonders aber die rhythmisch-harmonische Bewegung der Beine und Arme, einbezieht. In dieser Haltung spiegelt sich die Ausgeglichenheit des Körpers, sowie des Geistes wieder.

Das Schreiten in der Liturgie ist ein wichtiges Ausdrucks- und Gestaltungselement, indem die Bewegung von einem Funktionsort zum anderen gestattet wird. Diese Gebärde findet vor allem beim Ein- und Auszug der Liturgen und bei Prozessionen (Evangelium, Gabenbereitung) besonderen Ausdruck.

Wie schreitet man?

Ich latsche nicht, ich renne nicht – ich schreite. Ich achte auf die anderen Ministranten – halte Abstand zum Vorderen und gehe mit dem neben mir in gleicher Linie. Wenn ich zur Kommunion GEHE, komme ich nicht einfach zum Altar, damit ich dort bin. Ich schreite bewusst zur Begegnung mit Christus.

Die Fußspitzen sollen beim Schreiten leicht auswärts gerichtet sein, der Gang sei gemessen und würdig (also ohne Hast), dabei aber ungezwungen und männlich.19 Man schreitet aufrecht mit gefalteten Händen (siehe Hände falten). Beim Besteigen des Altares ist es zudem üblich mit dem rechten Fuß voranzugehen.

Bedeutung:

Es ist die Haltung, in der wir deutlich machen, dass wir auf dem Weg sind – auf dem Weg durch unser Leben, auf dem Weg zu Gott. Wir gehen auf Gott zu, wollen ihm nahe sein. Besonders deutlich wird das Gehen als Gebet bei Prozessionen, z. B. beim Einzug, zu Fronleichnam, beim Kreuzweg, aber auch bei Wallfahrten.

Das Schreiten ist Ausdruck von Ehrfurcht und ist weniger ein zweckhaftes, als vielmehr ein angemessenes, feierliches, liturgisches Tun vor Gott. Der aufrechte Gang an sich ist Zeichen der Menschenwürde.

8. Liturgischer Kuss

Der liturgische Kuss ist eine Gebärde, die seit alter Zeit in der Liturgie von West- und Ostkirche zu finden ist.

Bedeutung:

Dem liturgischen Kuss liegen nun die folgenden verschiedenen Bedeutungen zugrunde:

  1. Er ist Ausdruck von übernatürlicher, versöhnlicher Bruderliebe im "Pax", dem Friedensgruß. Dieser wird in den Riten der Ostkirche und im mozarabischen Ritus vor der Präfation erteilt. In der römischen und der ambrosianischen Liturgie hingegen folgt er nach dem der Kommunion vorausgehenden Friedensgebet.
    Vor der Liturgiereform durch das 2. Vatikanum bzw. im heutigen außerordentlichen Ritus wurde bzw. wird die Pax in Form einer leichten Umarmung angedeutet, wobei sich die beiden Kleriker einander vollständig zuwenden und der Geber beide Hände mit geschlossenem Daumen und Zeigefingern an die Oberarme (nicht auf die Schultern) des Empfängers legt.

    Dabei spricht er "pax tecum", worauf der Empfänger seine Hände unter die Arme des Pax-Gebers legt und mit "et cum spiritu tuo" antwortet. Der Priester überreicht die "Pax" dem Diakon, jener dem Subdiakon und dieser überbringt ihn dann an die im Chor befindlichen Geistlichen. Die Laien empfingen ihn nach römischen Brauch durch Überreichung eines sogenannten Kusstäfelchens, das deshalb "Paxtafel" genannt wird.

  2. Der liturgische Kuss gilt als ein Zeichen der religiösen Verehrung, was im Kuss des Evangeliums und dem Altarkuss des Priesters zum Ausdruck kommt. Bis zur Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils gab es zudem in der Liturgie den Kuss der Hand des Priesters bzw. Bischofs nach der Epistel (Lesung), vor dem Evangelium im Hochamt, der Patene oder der heiligen Gewänder.

Historisches:

Der liturgische Kuss (lat. osculum) ist eine Gebärde, die seit ältester Zeit in den Liturgien sowohl des Westens als auch des Ostens wiederzufinden ist. So können wir unter anderem besonders die Bräuche des Friedenskusses (Pax), der Patene oder des Evangelienbuches bis in die Antike zurückverfolgen. Im späten Mittelalter hielt der liturgische Kuss dann als Zeichen der Ehrerweisung bzw. religiösen Verehrung immer mehr Einzug in die römischen Liturgie.

Im Zuge des 2. Vatikanischen Konzils und der sich anschließenden Liturgiereform wurde der liturgische Kuss dann aber weitestgehend aus der Liturgie des ordentlichen Ritus verbannt, mit Ausnahme des Altarkusses, des Friedenskusses (Pax) und des Kusses des Evangeliars.

Der Friedenskuss (Pax) ist besonders hervorzuheben, da dieser nicht nur in der römischen Kirche zu finden ist und außerdem eine interessante Entwicklung aufzuzeigen hat. Nachdem jener nämlich im Laufe der Jahrhunderte in der Liturgie immer stärker stilisiert wurde und zeitweise auf die Zelebranten beschränkt war, erfuhr er dann wieder eine Weiterentwicklung durch die "Paxtafel" (ein Täfelchen aus Elfenbein, Metall oder Holz mit religiöser Darstellung), die ihren Ursprung wahrscheinlich in England hatte, und bezog dadurch auch die Laien wieder mit ein.
Die Pax wird seit dem 2. Vatikanischen Konzil im ordentlichen Ritus entweder in Form einer leichten Umarmung (betrifft den Klerus) oder im "Handgeben" erteilt.

Früher galten zudem das Küssen des päpstlichen und bischöflichen Ringes sowie des Prälatenringes oder der priesterlichen Hand auch außerhalb der Liturgie als Ehrfurchtsbezeigung. Jener Ringkuss, der vor dem 2. Vatikanischen Konzil in der Liturgie unmittelbar vor der Kommunion erfolgte war ursprünglich ein Zeichen der Rechtgläubigkeit, der Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche. Mit dem Amtsantritt Papst Benedikts XVI. wurde der Ringkuss im Hinblick auf seine Person aus dem päpstlichen Comment gestrichen.

9. Kreuzzeichen

Eine wichtige Gebärde im Gottesdienst und auch im privaten Leben der Christen ist natürlich das Kreuzzeichen, mit dem wir gewöhnlich unsere Gebete und den Gottesdienst beginnen.

Wie macht man das kleine Kreuzzeichen?

Mit dem Daumen der rechten Hand bekreuzigt man zuerst die Stirn (Zeichen für den Verstand, der Gottes Wort erfassen will), dann den Mund (Zeichen für das Bekenntnis durch den Mund) und schließlich die Brust (Zeichen für das Bewahren im Herzen). Während der Bekreuzigung liegt die linke Hand flach auf der Brust.
Dieses dreifache Kreuzzeichen wird immer zum Evangelium gemacht.

Bedeutung des kleinen Kreuzzeichen:

Wir bezeichnen unsere Stirn
– wir wollen unser "Köpfchen" einsetzen, damit wir die Botschaft Jesu verstehen.

Wir bezeichnen unseren Mund
– mit dem Mund wollen wir diese Botschaft bekennen und weitererzählen.

Wir bezeichnen unser Herz
– wir wollen nach Gottes Wort handeln und es im Herzen bewahren.

Wie macht man das große Kreuzzeichen?

Das große Kreuzzeichen wird gemacht, indem man mit den Fingerspitzen der rechten Hand von der Stirne zur Brust und von der linken Schulter zur rechten Schulter fährt. Diese vier Punkte werden jeweils berührt. Während der Bekreuzigung liegt die linke Hand flach auf der Brust.

Bedeutung:

Das Kreuzzeichen (signum crucis) ist ein Segenszeichen und soll an den Tod Jesu, seine Auferstehung und an die Erlösung des Menschen durch Jesu Sühnetod. erinnern Es ist zudem Ausdruck des Glaubens an die heilige Dreifaltigkeit.

Historisches:

Diese Gebärde kam in der frühen Kirche ab dem 2. Jahrhundert als Prägezeichen auf, womit die Stirn eines Katechumenen bezeichnet wurde, und bedeutete, dass jener zu Christus gehört. Das Kreuzzeichen begleitete fast jede Handlung des Christen vom Aufstehen bis zum Schlafengehen als Abwehr gegen die Dämonen sowie der Versuchung, zur Stärkung des Glaubens und als offenes Glaubensbekenntnis.

Die Gebärde des Kreuzzeichens findet sich in den Riten sowohl der Westkirche als auch der Ostkirche und wird an Personen sowie Sachen vollzogen. Jedes Kreuzzeichen ist zugleich auch eine Tauferinnerung. Als Sakramentale (priesterlicher Segen) hat es die Bedeutung der Abschirmung gegen die Anschläge des bösen Feindes, spendet übernatürliche Kräfte und vermittelt Gottes Gnadensegen.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich zwei Formen des Kreuzzeichens herausgebildet, nämlich ein kleines und ein großes (lateinisches Kreuzzeichen).

Die ältere Form ist das kleine Kreuzzeichen, das anfangs nur auf die Stirn, dann aber auch auf Mund und Brust gemacht wurde. Tertullian bezeichnet es in Übereinstimmung mit dem als "signaculum" (Zeichen). Bei Cyprian und Hieronymus wird es auf die Besiegelten aus Ezechiel (Kapitel 9,4) sowie der Geheimen Offenbarung (Kapitel 7,2-3; 9,4) bezogen.

In dem deutschen Wort "Segen" findet man das lateinische "signare" bzw. "se signare" wieder, das mit "sich bezeichnen" übersetzt wird und damit auf das mit dem Segen verbundene Kreuzzeichen hinweist.

In der Liturgie findet diese Form des Kreuzzeichens Verwendung zur Verlesung des Evangeliums. Zudem wird es im Taufritus zu Beginn der Handlung sowie im Ritual des Exorzismus und bei der Altarweihe (bei der Bezeichnung des zu konsekrierenden Altares) gemacht.

Das größere Kreuzzeichen hingegen, welches auf Stirn, Brust und Schultern gemacht wird, entwickelte sich wahrscheinlich erst im 2. Jahrtausend. So beschreibt es Papst Innozenz III. wie es in der Ostkirche noch heute vollzogen wird, nämlich, dass der Querbalken statt auf die linke Schulter dort zuerst auf der rechten Schulter begonnen wird.

Außerdem ist das Kreuzzeichen von Papst Innozenz III noch das bis heute in der Ostkirche übliche große Kreuzzeichen, welches mit dem Daumen, Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand gemacht wird.

Dieser Papst kannte noch den trinitarischen Bezug jener Haltung. Nach dem Brauch des Ostens wird nur der Zeigefinger gerade ausgestreckt (symbolisiert I), der Mittel- sowie der kleine Finger werden leicht gekrümmt (symbolisieren jeweils ein C) und der Daumen wird über den eingezogenen Ringfinger gelegt (symbolisiert ein X). Somit stellen die fünf Finger das Monogramm ICXC (IHCOYC XPICTOC) dar, das jeweils die Anfangs- und Endbuchstaben des Namens "Jesus Christus" enthält.

Das große Kreuzzeichen ist unter Ausstrecken aller Finger zu machen. Es kam im Westen erst im 13. Jahrhundert auf, denn bis dahin pflegte man nur "die drei ersten Finger als Sinnbild der heiligsten Dreifaltigkeit auszustrecken, den Ring- und kleinen Finger aber einzuziehen". Zudem entstand im Abendland die Sitte, den Querbalken des Kreuzzeichens zuerst auf der linken Schulter zu machen.

In der Liturgie macht man das große Kreuzzeichen immer zu Beginn und am Ende des Gottesdienstes, dann zur Absolution nach dem Confiteor und schließlich zum Segen. Zudem macht man es immer bei Betreten und Verlassen eines Gotteshauses, indem wir uns mit Weihwasser bekreuzigen.

10. Brustklopfen

Die Gebärde des Brustklopfens drückt Selbstbezichtigung, Unwürdigkeit und Schuld aus. Im Gottesdienst schlägt man sich zum Schuldbekenntnis (Confiteor) beim "durch meine Schuld" ("mea culpa") 3x mit geschlossener Faust an die Brust und bekennt demütig, dass man gesündigt hat. Dieser Schlag auf die Brust gilt dem Herzen als Lebenszentrum und Sitz der Affekte und soll die die Züchtigung jenes symbolisieren für alles, was der ganze Mensch begangen hat.

Historisches:

Das An-die-Brust-Klopfen findet sich schon im Neuen Testament bei Lk 18,9-14, als sich der Zöllner an die Brust schlägt und betet "Herr sei mir Sünder gnädig". Wahrscheinlich stammt diese Gebärde ursprünglich aus Ägypten und wurde von den Römern als Sitte der Gelübdeablegung übernommen. Bei jener schlug man sich jedes Mal zum Wort "ego" (ich) an die Brust. Diese ist dann vermutlich in die römische Liturgie eingeflossen.

11. Händefalten

Die Hände werden in der Liturgie beim Gehen, Stehen und Knien gefaltet, sofern keine andere Haltung vorgeschrieben ist oder man durch das Tragen von Gegenständen, etc. beschäftigt ist.

Wie faltet man die Hände richtig?

Die Hände werden gefaltet, indem die beiden Handflächen mit den ausgestreckten Fingern aneinander liegen, wobei der rechte Daumen kreuzweise über dem linken liegt. Die gefalteten Hände hält man aufwärtsgerichtet vor der Brust.

Das Falten der Hände mit verschränkten Fingern wird so vollzogen, dass beide Hände ineinandergreifen, so dass der rechte über dem linken Daumen liegt und die einzelnen Finger der einen Hand jeweils über den Fingern der anderen Hand liegen. Die verschränkte Händefalten ist allerdings nicht Form der liturgisch Handelnden.

Bedeutung:

Ich lege mein Leben in deine Hände!

Die Gebärde des Händefaltens (junctio manuum) symbolisiert während des Gebets die Erhebung der Seele zu Gott. Sie soll die demütige, ehrfurchtsvolle Gesinnung des Menschen gegenüber dem Allerhöchsten und ein dringliches, vertrauensvolles Verlangen nach Erbarmen und Hilfe ausdrücken. Aber sie stellt zugleich auch ein Zeichen des freudig jubelnden Dankes für die von Gott reichlich gespendeten Wohltaten dar.

Historisches:

Beten © monropic / Fotolia
© monropic / Fotolia
Das Falten der Hände (das Aneinanderlegen der inneren Handflächen), das als Haltung in den Gottesdienst der Kirche einfloss, ging ursprünglich aus der germanischen Huldigungsform hervor. Hierbei trat der Vasall mit dieser Handhaltung vor seinen Lehnsherrn und empfing von diesem das äußere Zeichen der Belehnung, indem er seine gefalteten Hände in die geöffneten Hände des Höheren zum Treueversprechen legte. Ebenso "versprechen heute noch die Weihekandidaten in der Weihemesse ihrem Bischof Ehrfurcht und Gehorsam".

Das Falten der Hände kam erst unter Einfluss des germanischen Rechts in die Kirche und wurde im 12. Jahrhundert zum allgemeinen Brauch.
Dem Händefalten mit geschlossenen Fingern, was nur beim Privatgebet und nicht in der Liturgie gebräuchlich ist, wurde nach Plinius und Ovid in der Antike magische Bedeutung gegen Dämonen und geheime Kräfte zugeschrieben.

Auch im Hinduismus und Buddhismus, sowie in der tibetischen und japanischen Religion ist diese Gebetshaltung bekannt.

12. Die Augen

Auch das Ausrichten der Augen trägt zu einem andächtigen und ehrfurchtsvolleren Vollziehen der Liturgie bei. So soll der Liturge, wenn er gerade beschäftigt ist, die Augen geradeaus auf das jeweilige Objekt der Tätigkeit richten. Während des Gehens, Stehens oder Sitzens halte er die Augen gesenkt zum Boden und schweife mit dem Blick nicht umher. Beim Knien sei der Blick auf den Altar bzw. geradeaus gerichtet. Es empfiehlt sich aber auch hier die Augen zu senken.

Liturgische Zeichen und Gesten

Die verschiedenen Haltungen und Zeichen, die in der heiligen Liturgie eingenommen bzw. gemacht werden, sind auch gleichzeitig ihre wichtigsten Säulen, denn die verschiedenen Gebärden sagen viel mehr als Worte. Sie sind schon Gebet durch ihren Vollzug an sich. Um das Mysterium der Liturgie richtig erfassen zu können, ist der gläubige Christ gefordert, sich dieser Zeichen und Gebärden wieder stärker in das Bewusstsein zu rufen.

Durch das Vollziehen der unterschiedlichen liturgischen Haltungen taucht der heutige Christ in die Tradition und den Glauben ein, den viele vergangene Generationen von Christen gelebt und an die heutige Generation weitergegeben haben.

Auch wenn es oft schwerfällt zu verstehen, warum dieses oder jenes so und nicht anders gemacht wird, wird doch gerade dadurch die Aufgabe an den Einzelnen gestellt, den Grund hierfür zu erfahren. Die liturgischen Haltungen, die man einnimmt und vollzieht, dürfen nicht Schauspielerei sein, sondern sie müssen den inneren Vollzug des christlichen Lebens eines jeden Menschen widerspiegeln. Sie sollen demnach Ausdruck der inneren Haltung sein und den Gläubigen aus dem Herzen sprechen.

Der Leib ist das Ausdrucksorgan der Seele, über das man mit Gott, den Menschen und der Welt kommuniziert. Besonders die Ministranten, sollen die liturgischen Gebärden würdig verrichten, um auf diese Weise ein Vorbild für die Gemeinde zu sein.

Quellen:

  • AEM 137.
  • Braun, Joseph: Liturgisches Handlexikon; München21924.
  • Hellmann, Anton: Der Sakristan – Das Handbuch für die Praxis; Freiburg im Breisgau51983.
  • Kunzler, Michael: Dienst am Altar Christi; Paderborn 2005.
  • Lurz, Wilhelm: Ritus und Rubriken der heiligen Messe; Würzburg 21941.
  • Terlinden, Ulrich: Der Altardienst – Sinn und Vollzug der liturgischen Dienste.
  • Werner, Judith / Seher, Philipp: Kleine Fibel Liturgie; Leipzig 2013, 4ff.