Woraus besteht eine Kirche?

Kircheninventar unter die Lupe genommen

Gottesdienste können überall gefeiert werden, denn auch Gott ist an jedem Ort der Welt zu finden. Trotzdem gibt es besondere Orte, an denen die Menschen immer wieder zusammenkommen, um zu beten und zu feiern.
Für Christen ist dies meist die Kirche.

Grund genug, diesen Ort einmal genau unter die Lupe zu nehmen:

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Altar

Der Altar ist der zentrale Ort einer Kirche. Um ihn versammelt sich die Gemeinde, um Gottesdienst zu feiern. Er wird mit Blumen und Kerzen geschmückt. In vielen Altären finden sich Reliquien Reliquien von Heiligen.

Tabernakel

Tabernakel kommt aus dem Lateinischen und heißt Zelt. Seinen Namen hat er nach dem heiligen Zelt der Israeliten bekommen. Dort wurden die Gesetzestafeln aufbewahrt. In unseren Kirchen wird das Allerheiligste, der »Leib Christi«, darin aufbewahrt. In Kirchen ist der Tabernakel aus massivem Material und mit einem Schlüssel verschließbar.

Gabentischchen

Hier werden die Hostien eingelegt. Oft steht hier alles, was zur Gabenbereitung nach vorn gebracht wird. Häufig machen das die Ministranten; es gibt aber auch den Brauch, dass die Kinder die Gaben nach vorn bringen.

Beistelltischchen am Altar

Darauf wird für den Gottesdienst alles bereitgestellt. Auch die Dinge, die nichts auf dem Altar zu suchen haben oder dort nur kurz gebraucht werden, stehen hier. Es wird auch Kredenz genannt.

Ambo und Evangeliar

Der Ambo ist der Ort, von dem aus die Heilige Schrift vorgelesen wird, manchmal auch die Predigt und die Fürbitten. Das Evangeliar hat darauf Platz. Darin stehen die Evangelien, die nach einer bestimmten Leseordnung im Jahr vorgelesen werden.

Kreuz

Taufbecken in einer Kirche © Rony Zmiri / Fotolia
© Rony Zmiri / Fotolia
Das Kreuz erinnert daran, dass Jesus für uns gestorben und auferstanden ist, und hängt meist zentral im Altarraum. Das Kreuz hatten die frühen Christen noch nicht. Sie kannten diese furchtbare Todesstrafe noch aus eigener Anschauung, und so zeigten sie oft das Bild vom guten Hirten. Künstler gestalten bis heute Kreuze in vielfältiger Weise. So können sie genauso Tod und Leid wie auch Sieg und Überwindung des Todes ausdrücken.

Ewiges Licht

Das ewige Licht ist immer in der Nähe des Tabernakels zu finden. Jesus, »das Licht der Welt«, ist in den konsekrierten Hostien gegenwärtig. Das Licht brennt fast das ganze Jahr hindurch. Nur in der Karwoche, genauer von Gründonnerstag bis zur Osternacht, wird es gelöscht. Im Unterschied zur Gegenwart Gottes, die wirklich ewig ist, muss am ewigen Licht auch mal die Glühbirne gewechselt werden.

Taufbecken und Weihwasserbecken

Taufbecken stehen nicht in jeder Kirche. In vielen Kirchen werden Taufschüsseln benutzt, die für die Taufe aus der Sakristei geholt werden. Darin befindet sich geweihtes Wasser, mit dem getauft wird. Vielerorts werden die Becken vor jeder Taufe frisch gefüllt. In der Osternacht wird das Wasser gesegnet. Die Weihwasserbecken an den Eingängen der Kirche sollen uns immer wieder an unsere eigene Taufe erinnern.

Osterkerze

Sie brennt an allen Sonntagen und Feiertagen sowie zu Taufen und bei Trauungen. In der Osternacht wird die Kerze am Osterfeuer entzündet und im Taufwasser geweiht. Meist ist sie mit einem Kreuz, der Jahreszahl, Alpha und Omega, den Zeichen für Anfang und Ende, verziert.

Ministrantenglocke

Ministrantenglocken - Schellen © Gerhard Seybert / Fotolia
© Gerhard Seybert / Fotolia
Fast überall stehen die Glocken an den Altarstufen. In manchen Kirchen gibt es dafür einen Gong. Sie stammen aus der Zeit, in der viele Christen die lateinische Messe nur wenig verstanden und wissen sollten, wann der wichtigste Moment der Messe, die Wandlung, stattfindet. Heute wird ebenfalls zur Wandlung geläutet.

Sakristei

Hier können sich Priester, Lektoren und Ministranten auf den Gottesdienst vorbereiten und umziehen. Hier stehen auch die Schränke für Gewänder und wichtige Dinge für die Gottesdienste. Es lohnt sich, den Inhalt der Schränke zu kennen. Wenn im Gottesdienst etwas vergessen wird, werden meist Ministranten in die Sakristei geschickt, es dort zu holen.

Orgel und Instrumente

Musik gehört zum Gottesdienst wie das Amen in die Kirche. Damit die Gemeinde beim Singen den richtigen Ton trifft und alles gut klingt, werden Instrumente benutzt. Traditionell ist das die Orgel, aber auch alle anderen Instrumente haben im Gottesdienst Platz.

Kirchenbänke

Neben dem Platz zum Sitzen gehören dazu meist eine Ablagemöglichkeit für Bücher, ein Haken für Taschen und die Kniebank.
Eingangsglocke Sie hängt an den meisten Sakristeitüren. Wenn der Gottesdienst beginnt, ist das Läuten der Glocke für die Gemeinde und Organisten das Zeichen: Jetzt geht es los.

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