Ostern

Wissenswertes zu den Besonderheiten des Osterfestes

Das Osterfest und seine Besonderheiten – Wissenswertes für Ministranten:

Ostern erinnert an ein unwahrscheinliches Ereignis. Ein junger Mann, der hingerichtet worden war, soll wieder leben. So sagen es Frauen, die nach der Sabbatruhe am ersten Wochentag nach dem Grab schauen. Diese Mitteilung erzeugt nur Skepsis.

Jesus war mit seiner Mission nicht nur gescheitert, seine Anhänger sahen in dem Tod auch bestätigt, was die Ankläger gegen Jesus vorbrachten – er ist gar nicht der von Gott gesandte Messias, Gott steht nicht hinter ihm. Seine Gegner hatten ihn so am Kreuz verhöhnt: „Er hat auf Gott vertraut: der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat“ (Matthäus 27,43). Jetzt hat Gott doch Gefallen an ihm, er lebt.

Osterfeuer

Aber es ist doch anders als erwartet, denn auch die Gegner Jesu wären nicht überrascht gewesen, wenn Gott ihn vom Kreuz heruntergeholt hätte. Rettung bedeutete für sie, dass Jesus nicht gestorben wäre. Eine solche Legende wird im Islam erzählt.

Jesus sei vom Kreuz herabgestiegen, hätte Palästina verlassen, Maria Magdalena geheiratet und sei in Persien gestorben. Jesus war nicht einfach gestorben, sondern wurde durch Geißelung und Verspottung erniedrigt und durch das Kreuz hingerichtet. Damit war er ein Ausgestoßener.

Bis auf wenige wandten sich seine Anhänger enttäuscht ab. Nur seine Mutter, der junge Johannes und einige Frauen begleiteten ihn auf seinem Weg. Die Auferstehung überspringt die bittere Realität des Menschen nicht, sie steht nicht über der Geschichte, sondern leuchtet die dunkelsten Seiten des Menschen aus. Seit der Auferstehung gibt es gerade für ungerecht Verurteilte, für die Mobbingopfer eine Rückkehr ins Leben.

Ostern - Grab Jesu
© Glenda Powers / Fotolia

In der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts gab es bereits einen Streit um das Datum des Osterfestes, den sogenannten Osterfeststreit. Strittig war, ob Ostern an einem Sonntag gefeiert werden soll oder im Zusammenhang mit dem jüdischen Passahfest.

Dieses fällt auf einen jeweils anderen Wochentag, wie bei uns Weihnachten, weil es am Tag des ersten Frühlingsvollmondes gefeiert wird.

Die Christen hatten bereits den Sonntag eingeführt, dieser folgte jede Woche auf den jüdischen Sabbat. Das geht auf die Tagesabfolge im Todesjahr Jesu zurück. In diesem Jahr lag das Passahfest kurz vor einem Sabbat. Da die Frauen und dann die Jünger am Tag nach dem Sabbat das leere Grab entdeckten, wird der Sonntag am jüdischen Montag gefeiert.

Weil das Christentum immer mehr aus dem Judentum herauswuchs und sich beide Seiten trennten, kam es beim Konzil von Nicäa zu der Entscheidung, dass die Christen Ostern am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond feiern.

Damit Ostern auf keinen Fall mit dem jüdischen Passahfest zusammenfällt, wurde bestimmt, dass der Ostersonntag dann, wenn er mit dem jüdischen Passahfest zusammenfällt, am Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert wird. Der Ostertermin schwankt deshalb zwischen dem 22. März und 25. April.

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