Das Erntedankfest

Erster Oktobersonntag bzw. Michaelistag

Ernte heißt Sicherheit für den Winter, Freude an den Früchten, aus dem Vollen schöpfen. Die Religionen verstehen die Früchte, Getreide und Wein als Gaben des Schöpfers, der die von ihm geschaffenen Lebewesen am Leben erhält. Im Gottesdienst wird dieser Dank zum Ausdruck gebracht.

Erntefeste gab es schon vor dem Christentum, bereits im 3. Jahrhundert hat die Kirche in Rom ein dortiges Erntedankfest übernommen. In unseren Breiten gehören Weinfeste, die Martinsgans wie auch das Kohlessen im Norden zum Erntedankbrauchtum. Der Almabtrieb steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Erntedank.

Erntedankfest

Die evangelischen Christen verbinden den Michaelistag (29. September) mit dem Erntedank, in den katholischen Gemeinden werden meist am ersten Sonntag im Oktober Früchte, Getreide und Obst an den Altar gelegt. Nach den Gottesdiensten wird gefeiert und getanzt.

Weinfeste und Jahrmärkte (Kirmes) gehören in den Herbst. Die letzte Garbe wird zu einer Puppe ausstaffiert, die auf dem Feld als „Opfergabe“ bleibt oder zum Erntefest mitgenommen wird. Mit der Garbenpuppe wird ein Ehrentanz aufgeführt.

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